Podcast grundsatz

Lasst uns über Werte reden. Dieses Ziel hat sich „grundsatz“, der Podcast der Politischen Akademie, gesetzt. Präsidentin Bettina Rausch und ihr Team wollen Politik grundsätzlich und abseits des politischen Tagesgeschäfts betrachten – und genau das will auch dieser Podcast regelmäßig tun: Tiefgehende Gespräche mit Expertinnen und Experten führen, immer von einem konkreten Anlass ausgehend. Und neue Einblicke für all jene liefern, die sich für mehr als nur die Schlagzeile des Tages interessieren.

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„Digitalisierung ist eines der großen Themen unserer Zeit und betrifft uns alle“, hält Präsidentin Bettina Rausch zu Beginn der dreizehnten Folge des „Grundsatz“-Podcast fest. Sie nimmt dabei auch Bezug auf eine Veranstaltung der Politischen Akademie, in der Julian Nida-Rümelin zu Gast war, der in seinem Buch „Digitaler Humanismus“ die vielen Vorteile und Chancen der Digitalisierung beschreibt, gleichzeitig aber die Beachtung ethischer Grundlagen einmahnt. Auch die Gäste von Moderator Christian Gerd Laudenbach, Oxford-Professor Dr. Viktor Mayer-Schönberger und Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Harald Mahrer, erkennen viele ungenützte Chancen aber auch Gefahren in der Entwicklung der Datenökonomie: „85 Prozent der Daten, die in Europa gesammelt werden, werden nicht ein einziges Mal genutzt. Das ist ineffizient, nicht nachhaltig und vor allem ignorant“, findet Mayer-Schönberger klare Worte. Gemeint sind vor allem statistische, nicht personenbezogene Daten. Mahrer betont vor allem den Nutzen aus der Datenverwertung: „Es geht darum, aus Daten Informationen zu generieren und damit zu Wissen werden zu lassen. Damit werden Entscheidungen schlauer, vielleicht nachhaltiger und fundierter“, so Mahrer. Die bisherige europäische „Daten-Politik“ sehen beide kritisch. Man habe mit unverhältnismäßigen Maßnahmen die klein strukturierte europäische Wirtschaft belastet und schwäche damit die globale Wettbewerbsfähigkeit, ist Mahrer überzeugt. Er fordert eine „Europäische Datennutzungsgrundverordnung“ und unterstützt den Vorschlag von Mayer-Schönberger, die großen amerikanischen „Datenkraken“ nicht zu zerschlagen, sondern zu zwingen, ihre Daten zu teilen. 

Die zwölfte Folge beginn mit einer Einordnung von Präsidentin Bettina Rausch, die die gesellschaftliche Spaltung in den USA mit Sorge betrachtet und vom neuen Präsidenten Joe Biden mehr Verbindendes erwartet. Der Schwerpunkt der Akademie werde im März das Thema „Westbalkan“ mit Veranstaltungen, einer Online-Vorlesungsreihe und E-Learning sein. Zu Gast bei Moderator Christian Gerd Laudenbach sind in dieser Folge der Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch und Außenminister Alexander Schallenberg. „Im Herzen Europas sind für Österreich in der Außenpolitik vor allem Berechenbarkeit und Verlässlichkeit wichtige Werte. Wir brauchen Partner und ein regelbasiertes System. Außenpolitik ist auch immer Innenpolitik“, betont Schallenberg gleich zu Beginn. Er ortet in Europa ein teilweises verzerrtes Bild auf die USA. Die Ära Trump sei kein amerikanisches Phänomen gewesen, sondern ein demokratisches. Auch Heinisch sieht noch einige inner-amerikanische „offene Rechnungen“, die viel Aufmerksamkeit der Biden-Administration benötigen werden. Heinisch verweist auch auf die Gefahr, dass sich der Handlungsspielraum von Joe Biden bei den „Midterms“ in zwei Jahren wieder verkleinern könnte. Im Hinblick auf die transatlantische Zusammenarbeit gäbe es gemeinsame und wichtige internationale Ziele, die Europa mit den USA verbinden würden, so Heinisch. Schallenberg fordert eine Stärkung der strategischen Zusammenarbeit durch ein aktives Zugehen der europäischen Gemeinschaft auf die USA und klare Signale des Vertrauens. Es gelte, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.

Zu Beginn der elften Folge berichtet Präsidentin Bettina Rausch über die Schwerpunktthemen der Politischen Akademie in den nächsten Monaten: So setzt die Akademie anlässlich des 10-Jahre-Jubiläums des „Arabischen Frühlings“ und der steigenden geopolitischen Bedeutung des afrikanischen Kontinents in den kommenden Monaten einen Afrika-Schwerpunkt, der mit dieser Podcast-Folge eröffnet wird. Im Gespräch mit Moderator Christian Gerd Laudenbach erläutern Thomas Volk, Direktor „Regionalprogram Politischer Dialog Südliches Mittelmeer“ der Konrad-Adenauer-Stiftung und Nico Marchetti, Abgeordneter zum Nationalrat und Mitglied in der Parlamentarischen Gruppe „Österreich-Nordafrika“, die Entwicklungen am afrikanischen Kontinent und deren Implikationen für Europa. „Die europäische Perspektive stellt immer die Demokratie in den Vordergrund. Aber wenn gerade junge Menschen den Eindruck haben, dass ihnen die politischen Veränderungen keine wirtschaftlichen Verbesserungen bringen, steigt das Frustrationspotenzial“, beschreibt Thomas Volk eine wichtige Herausforderung in den Transformationsprozessen. Nico Marchetti hebt die Bedeutung für Europa hervor: „Wirtschaftlich und geopolitisch wird Afrika einen Aufstieg erfahren. Europa ist gut beraten, nicht länger nur zuzuschauen, sondern sich in diese Entwicklungen und neu formierten Bündnisse einzubringen“, weist er auch auf den steigenden Einfluss von Russland und China am afrikanischen Kontinent hin. Beide erläutern anschaulich Maßnahmen, wie eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit aussehen sollte und welche Rolle Österreich dabei einnehmen kann.

In der zehnten Folge des „grundsatz“-Podcast sprechen wir mit Bundesministerin Christine Aschbacher und Unternehmer Andreas Gnesda über die Veränderung in der Arbeitswelt, die das Corona-Jahr 2020 besonders intensiv und schnell mit sich gebracht hat. „Diese fundamentale Veränderung wird sich nicht mehr zurückdrehen. Es wird nie mehr so sein wie vor 2020. Aber jede Krise birgt auch die Chance, sich neu auf die Zukunft auszurichten“, ist sich Gnesda sicher. Nach seiner Einschätzung habe das Jahr 2020 gezeigt, dass Krisen wirklich und wahrhaft gelebte Werte sichtbar machen. Er ortet auch die Notwendigkeit ergebnis- und wirkungsorientierter statt kontrollorientierter Führungsmethoden. Für Aschbacher sind Weiterentwicklungen in den Bereichen Flexibilisierung, Eigenverantwortung und Aus- und Weiterbildung besonders entscheidend. „Wir müssen uns bewegen weg von einer Work-Life-Balance im Sinne von Arbeiten oder Leben hin zu: wenn ich arbeite dann lebe ich ja auch. Ich leiste meinen Beitrag und entwickle etwas weiter, meine Arbeit stiftet Sinn.“ Irritationen könnten sehr gut für Innovationen genützt werden, so Aschbacher.
Zum Abschluss dieser Folge verrät Politische-Akademie-Präsidentin Bettina Rausch, welcher digitale Moment für sie das Highlight 2020 war und mit welchen Schwerpunkten das Jahr 2021 startet.

In der aktuellen Folge des „grundsatz“-Podcast sprechen wir mit Staatssekretär Magnus Brunner und Franz Zöchbauer, Director Corporate Innovation & New Business beim VERBUND, über die Energiezukunft, den „Energie-Allrounder“ Wasserstoff und über die spannenden Inhalte, die sich hinter dem sperrigen Begriff „Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG)“ verbergen. Brunner und Zöchbauer erläutern, welche ehrgeizigen Ziele mit Hilfe dieses Gesetzes erreicht werden sollen: 100 % erneuerbarer Strom bis 2030 sowie CO2-Neutralität bis 2040. Für Brunner sind dabei ein effizientes und treffsicheres Fördersystem sowie Technologie-Offenheit besonders wichtig. Zöchbauer betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit von Investitionen in Innovationen und Allianzen. Auch auf die Chancen für den ländlichen Raum wird im Gespräch eingegangen. Ebenfalls ein Thema dieser Folge: Der „Energie-Allrounder“ Wasserstoff und seine Bedeutung für die Energiewende. Übereinstimmend halten Brunner und Zöchbauer fest, dass Österreich in der Lage ist, durch mutige Leuchtturmprojekte ein internationales „Role Model“ zu sein und vorzuzeigen, dass sich Ökologie und Ökonomie gut in Einklang bringen lassen. Viel vorgenommen hat sich die Politische Akademie für die nächsten Wochen und Monate. Deren Präsidentin Bettina Rausch berichtet, wie man auf die Corona-Situation reagiert und Angebote in die Online-Welt verlegt.

Endlich zurück nach einer coronabedingten Pause sprechen in dieser Folge des „grundsatz“-Podcast Akademie-Präsidentin Bettina Rausch und Zukunftsforscher Matthias Horx über ihre Lehren aus der Krise, über Solidarität und wie Corona die Gesellschaft verändern wird. Horx beschreibt Corona als eine Art Wirbelsturm, der die Gesellschaft auf die Probe stellt. Der positive Aspekt davon sei, dass der Mensch besonders dann lernfähig sei, wenn er herausgefordert wird und in Bewegung gerät. Allerdings lasse uns die Krise auch unsere Verletzlichkeit spüren, so Horx. Eine positive Reaktion auf diese Verletzlichkeit sieht Bettina Rausch in dem Erstarken der gesellschaftlichen Solidarität, wobei diese eine konkrete Handlung bedinge und nicht nur eine bequeme Haltung darstellen dürfe. Horx erwartet sich einen Zuwachs an qualitativen Innovationen, weil Corona wie ein Scheinwerfer dunkle Ecken vergangener Fehlentwicklungen ausleuchte. Einig sind sich Rausch und Horx, dass die mit Zuversicht und Zutrauen ausgestattete Gesellschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen kann oder wie es Horx formuliert: „Zukunft kommt nicht auf uns zu, Zukunft ist eine Entscheidung“.

Unter dem Motto "Für uns in der Regierung. Mit uns im Gespräch." sind die türkisen Regierungsmitglieder zu Kamingesprächen auf der Politischen Akademie zu Gast. Das Ziel der Gespräche: Die Regierungsmitglieder näher kennenzulernen - mit ihren politischen Schwerpunkten genauso wie mit ihren persönlichen Zugängen zur Politik. In einer "grundsatz spezial"-Serie im März gibt es diese Kamingespräche zum Nachhören.

 

Diesmal ist das „grundsatz“-Team im Parlament zu Gast: August Wöginger, Klubobmann der Volkspartei spricht dort mit dem renommierten Sozial- und Arbeitsrechtler Wolfgang Mazal über die Pläne und ersten Schritte der neuen türkis-grünen Regierung. Die weiteren Verbesserungen beim Familienbonus Plus hält Mazal für eine nachhaltige Maßnahme, um Familien zu stärken. Beim türkis-grünen Kernprojekt der Steuerreform sollen zuerst jene entlastet werden, die weniger verdienen, um den Effekt gleich spüren zu können, erklärt Wöginger – die Einhaltung eines ausgeglichenen Budgets verlange allerdings die vorgesehenen Etappen der Reform. Der Klubchef erzählt von der guten Gesprächsbasis in der Regierungsmannschaft, die Bedeutung dieser "klimatischen Seite" von Politik werde laut Mazal von vielen grundsätzlich unterschätzt. Gerade bei der Pflege, einem weiteren großen Thema von Türkis-Grün, fordert der Experte mehr Wertschätzung für Pflegeberufe, die sich auch in der Bezahlung der Beschäftigten äußern müsse – gerade weil er davon ausgeht, dass künftig aufgrund der Bevölkerungsentwicklung auch innenfamiliäre Pflegeleistungen zu Arbeitsplätzen werden könnten. In der derzeitigen Situation sind die pflegenden Angehörigen, die noch 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgen, jedenfalls eine Gruppe, die Wöginger mehr unterstützen möchte.

 

Neues Jahr, neue Regierung, neue „grundsatz“-Ausgabe: Diesmal diskutiert Gaby Schwarz, stellvertretende Generalsekretärin der neuen Volkspartei, mit der Kommunikationsberaterin Heidi Glück über die türkis-grüne Regierung und ihr Programm. Was zeichnet dieses europaweit beachtete Koalitionsmodell aus, was kann die zwei sehr unterschiedlichen Parteien zusammenhalten? Schwarz, die selbst Teil des türkis-grünen Verhandlungsteams war, spricht von einem gut ausgeprägten Grundvertrauen zwischen beiden Partnern, das notwendig sein, um die Umsetzung der Vorhaben gemeinsam zu bewältigen. Glück analysiert eine neue Philosophie des Regierens: Beide Parteien hätten Gestaltungsfelder, in denen sie ihr Profil schärfen und Wahlversprechen umsetzten könnten, das verlange Toleranz und Disziplin von den Parteien der „Komplementär-Koalition“. Es gehe angesichts des konservativ-grünen Regierungsprogramms diesmal nicht um die Frage, wer Sieger oder Verlierer sei, sondern darum, dass sich beide Parteien im Programm wiederfinden – darin sind sich die Gesprächspartnerinnen einig. Denn "Ökonomie und Ökologie" müsste kein Widerspruch sein, wie es schon das Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft von ÖVP-Vordenker Josef Riegler vorsah.

 

In Österreich sind derzeit 1,5 Millionen Menschen direkt vom Thema Pflege betroffen – 450.000 Pflegegeldbezieherinnen und -bezieher und etwa 1 Million pflegende Angehörige. Wie kann man die Pflegebedürftigen besser mit unterschiedlichen Angeboten versorgen, die Angehörigen unterstützen, den immer wichtigeren Pflegeberuf für junge Menschen attraktiver machen? Darüber diskutieren die Volkspartei-Gesundheitsprecherin Gaby Schwarz und Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich, in der neuen Folge. Ausbildung, Finanzierung und pflegende Angehörige sind die drei Schwerpunkte der Überlegungen für eine Pflegereform, an der die Volkspartei trotz der Neuwahlen im Herbst weiterarbeiten will, sagt Schwarz. Anselm plädiert für einen konstruktiven, sachlichen Blick auf die Pflege: Es sei eine Lebensphase, in der Betroffene auch Lebensqualität haben können – wenn man sich rechtzeitig mit dem sensiblen Thema beschäftige. Bettina Rausch, Präsidentin der Politischen Akademie, gibt auch diesmal am Ende der Folge einen Einblick hinter die Kulissen ihrer Institution. Sie erzählt von den letzten Wochen, als in politisch bewegten Zeiten auch wichtige Treffen der neuen Volkspartei in der Politischen Akademie stattfanden – im Springer-Schlössel, einem Ort abseits der üblichen Tagespolitik, wo man Politik auch grundsätzlicher denken kann.

 

Europa, manchmal auch eine streitende Großfamilie? Diesem Bild der EU können Bettina Rausch und Thomas Ratka auch einiges abgewinnen. Der Diskurs im EU-Parlament, oft hitzig und emotional, sei durchaus positiv zu sehen, darin sind sich die Präsidentin der Politischen Akademie der Volkspartei und der Leiter des Departments für Rechtswissenschaften und internationale Beziehungen an der Donauuniversität Krems einig. Man müsse in dieser Schicksalsgemeinschaft wie in einer Familie auch gemeinsam eine neue Orientierung und Rolle in der Welt finden, meint Rausch. Für sie ist bei aller Kritik an langsamen Einingungs-Prozessen in der EU wichtig, das große Asset der EU, Auseinandersetzungen (nur) mit Worten zu führen, am Weg in die Zukunft weiter zu kultivieren. Ratka glaubt an die Möglichkeit, eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen und analysiert, dass sich gerader das Narrativ der EU verändert – junge Menschen bräuchten heute eine neue Erzählung von Europa. 
In jeder Episode bietet Bettina Rausch auch einen Einblick in die tägliche Arbeit der Politischen Akademie, diesmal erzählt sie von ihren Reisen an den Westbalkan. Nach Serbien besuchte sie nun vor kurzem Nordmazedonien, um sich in Skopje gemeinsam mit österreichischen Bürgermeistern ein eigenes Bild der Situation zu machen. Ihre Conclusio: Man sei sich sehr nahe und doch fern, der Weg nach Europa wird wohl noch ein langer sein.

 

Zehn Prozent der Menschen in Österreich haben manifest antisemitische Einstellungen, 30 Prozent hängen latent antisemitischen Bildern nach: Das Ergebnis der großen Antisemitismus-Studie des Parlaments zeigt, dass dieses Problem in Österreich nicht überwunden ist. Thomas Stern, Koordinator der Studie, die gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut IFES erstellt wurde, war auch davon überrascht, dass der Antisemitismus unter den Befragten mit türkischem oder arabischen Background höher war als vermutet. Doch die Beschäftigung mit dem Thema war hierzulande noch nie so intensiv wie heute, meint der Psychotherapeut und Volkspartei-Nationalratsabgeordnete Martin Engelberg – in Politik, Schule, Kulturbereich. Grundsätzlich gilt laut der Studie: Das Maß des Antisemitismus sinkt, wenn der Bildungsgrad steigt. Zum Abschluss der Episode erzählt Bettina Rausch, Präsidentin der Politischen Akademie, wieder über Neuigkeiten aus ihrem Haus: Diesmal über Begegnungen mit politischen Profis der Vergangenheit, wie Wolfgang Schüssel oder Erhard Busek, die kürzlich in der Tivoligasse zu Gast waren. 

 

Leben wir christlich-soziale Werte? Im Arbeitsalltag müsse man auch als Politikerin immer wieder um diese Antwort ringen und sie sich bei jedem Thema neu erarbeiten, meint Bettina Rausch im Gespräch mit Gregor Henckel-Donnersmarck – grundsätzlich sei das christlich-soziale Element noch immer eine zentrale Wurzel der Volkspartei. Für den Alt-Abt war das christlich-soziale Prinzip nach dem 2. Weltkrieg maßgeblich am Aufbau der sozialen Marktwirtschaft im Land beteiligt, ohne die katholische Soziallehre hätte das nicht so funktioniert. Weniger Staat, kleine Einheiten, mehr Eigenverantwortung, in dieser Zielsetzung sind sich die Gesprächspartner einig. Dies entspreche auch den Grundprinzipien der katholischen Soziallehre: Personalität, Subsidiarität, Solidarität. Im 2. Teil des Podcasts erzählt Bettina Rausch wieder aus dem Inneren der Politischen Akademie. Über die Erfahrungen als Präsidentin in ihrem ersten Jahr, neue Ansätze im Programm des Hauses und den Ausbau des Angebots in den Bundesländern. Der neue „Bildungsraum online“ dient übrigens auch dazu, Angebote an alle interessierten Nicht-Wiener und Wienerinnen zu machen, zum Beispiel mit Video-Tutorials.

 

Was bedeutet Familie, was bedeutet es, ein Elternteil zu sein? Wie kann Politik Familien fördern, ihre Entscheidungsfreiheit vergrößern, ihnen Eigenverantwortung ermöglichen? Diese Fragen besprechen Bettina Rausch, Präsidentin der Politischen Akademie, und der renommierte Arbeits- und Sozialrechtler Wolfgang Mazal mit Blick auf den neuen Familienbonus plus der Bundesregierung. Das strategische Ziel dieser Maßnahme sei die zielgerichtete Reduktion der Steuerlast für jene Menschen in der Mitte der Gesellschaft, die arbeiten und Kinder groß ziehen, erklärt Mazal. Am Ende der Episode lässt Rausch die Zuhörerinnen und Zuhörer noch hinter die Kulissen der Politischen Akademie in der Tivoligasse blicken und erklärt diesmal, wie sie dort Frauen sichtbarer macht.  

 

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