150 Jahre Friedrich Funder

Der katholische Publizist Friedrich Funder wurde am 1. November 1872 in Graz als Sohn eines Bäckermeisters geworden. Anlässlich seines 150. Geburtstags erinnert die Politische Akademie an die bleibenden publizistischen Verdienste Funders, der mit seinem Werten und seinem publizistischen Erbe auch Namensgeber des Friedrich Funder Instituts für Journalismus und Medienforschung ist. Als Journalist begründete er die offene, politische Lager übergreifende Publizistik der Zweiten Republik.

Der promovierte Jurist Funder fungierte zwischen 1905 und 1938 als Herausgeber der Wiener Tageszeitung “Reichspost”. Während des 2. Weltkriegs wurde er als entschiedener Gegner der nationalsozialistischen Diktatur mehrfach festgenommen und war im KZ Dachau sowie in Flossenbürg inhaftiert.

Gründer der Wochenzeitung „ Die Furche“

Nach der Barberei und dem Kulturbruch des Zweiten Weltkrieges hatte sich das Verhältnis von Kirche und Parteipolitik grundlegend verändert und Funder wollte mit seiner Publikationstätigkeit die tiefen Gräben zwischen den politischen Lagern überwinden. Um dieses Ziel zu erreichen, gründete er die freie Qualitätszeitung „Die Furche“, die er bis zu seinem Tode 1959 als Herausgeber leitete.

Der Name Funder gilt seitdem als Qualitätssiegel für objektiven und faktenbasierten Journalismus und steht für die Aussöhnung der katholischen Kirche mit den Werten von Aufklärung, Demokratie und sieht sich einer offenen politischen Debattenkultur verpflichtet.

Das Friedrich Funder Institut

Diesen Grundsätzen ist auch das nach ihm benannte Friedrich Funder Institut (FFI) für Medienausbildung und Meinungsforschung verpflichtet.  Seit 1981 bildet das FFI (Jung-) Journalistinnen und Journalisten aus und betreibt angewandte Medienforschung. Forschungsfelder sind Kommunikator- und Wirkungsforschung, die Untersuchung des politischen Systems Österreichs, die Funktion der Neuen Medien sowie die Erstellung von Lehrmitteln und Unterrichtsmaterialien.

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