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Heinz Faßmann: Vom Professor zum Minister

Ende April durften wir Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, in der Alois Mock Aula begrüßen. Im Gespräch mit dem ehem. Bundesschulsprecher und Bereichssprecher für Studenten und Schüler im Parlamentsklub der neuen Volkspartei Nico Marchetti erzählte Faßmann über seine Aufgaben als Minister, die Wissenschaft und seine persönlichen Zugänge zur Politik.

„Ich bin mit sechs Jahren nach Österreich gezogen. Damals - in den Sechzigern - war Wien noch grau, die Kriegsschäden noch deutlich erkennbar“, so beschriebt Faßmann das Wien seiner Kindheit und das Gefühl, wenn man von außen in eine Gesellschaft integriert. „Dies war wohl einer der Gründe, warum ich mich den Themen Integration und vor allem Integration durch Leistung in meiner wissenschaftlichen Karriere gewidmet habe“, so der Universitätsprofessor und spätere Vizerektor der Universität Wien.

Heinz Faßmann war immer schon politikbegeistert und engagierte sich als Klassensprecher bereits in der Schule. Während seiner Professur unterstützte Faßmann das Außenministerium unter dem damaligen Außenminister Sebastian Kurz als Berater und fand 2017 unter Bundeskanzler Sebastian Kurz wieder seinen Weg in die Politik. Diesmal als Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

„Lösungen zu finden und offen für neue Ansätze zu sein, sind nur ein Paar der Schnittmengen zwischen Politik und Wissenschaft“, so der parteifreie Bundesminister. Seinen politischen Kompass beschreibt Faßmann so: „Jeder hat das Recht zu leben wie er oder sie es möchte und Liberalität ist eine Grundkomponente meines Zugangs zur Politik.“

Zu Nico Marchettis Frage, was denn sein bereichernstes Erlebnis als Politiker bisher gewesen sei, erzählt Faßmann über seine Israelreise. Dort hätten ihn insbesondere die Gespräche mit Zeitzeugen, die Österreich verlassen mussten und trotzdem mit großer Freude über ihre ehemalige Heimatstadt Wien sprachen, besonders beeindruckt. Auch die Lebensfreude dieser Menschen, die schwierigste Zeiten meistern mussten, ist Faßmann nachhaltig in Erinnerung geblieben.

 

Fotos der Veranstaltung

(c) Louis Frycer

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