Themen-ImageAlexander Schallenberg: „Als Diplomat musst du neugierig sein!“

Alexander Schallenberg: „Als Diplomat musst du neugierig sein!“

Bei sommerlichen Temperaturen fand unsere vorerst vorletzte Veranstaltung  der Reihe „Für uns in der Regierung. Mit uns im Gespräch.“ statt und zum zweiten Mal als Hybridveranstaltung mit Publikum vor Ort und via Live-Stream zuhause. Die Gäste des Abends waren Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Alexander Schallenberg und sein langjähriger Weggefährte Axel Melchior, Generalsekretär der neuen Volkspartei.

Melchior und Schallenberg sind lange Vertraute. Das erste Mal haben sich die beiden unter dem damaligen Staatssekretär Sebastian Kurz im Außenministerium kennen gelernt. Alexander Schallenberg, der gebürtiger Schweizer ist, war Pressesprecher im Außenministerium und lernte Axel Melchior als Mitarbeiter des damaligen „Newcomers“ Sebastian Kurz kennen.

Auf die Frage hin wie es denn dazu kam, dass der Außenminister Diplomat wurde, gab er folgende Antwort: „Es gibt zwei Berufsgruppen, wo die Kinder bei den Eltern mitmachen müssen. Das sind die Bauern und die Diplomaten.“ So hat Schallenberg seine Kindheit in Indien verbracht, später dann in Madrid. Gerade die Zeit in Indien hat ihn sehr geprägt. Farben, Gerüche und die schiere Größe des Landes blieben ihm in Erinnerung.

Alexander Schallenberg spricht vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Doch in der Außenpolitik ist es am wichtigsten, dass man überhaupt miteinander spricht. Gerade während der Corona-Krise war das schwierig, denn ein Gespräch vor einem Bildschirm ist einfach nicht dasselbe wie der direkte Dialog. Auch bei den kleinen Gesprächen wie etwa die Gauloisis-Gesprächen, den „Ganggesprächen“ lernt man viel über sein Gegenüber. 

Auf die Frage, wie sich das Amt des Außenministers in den letzten Jahren verändert hat, antwortet Schallenberg, dass die Kommunikation viel schneller geworden ist. Durch Soziale Medien hat sich nicht nur die Reaktionsgeschwindigkeit massiv erhöht, sondern auch der Emotionsfluss der Nachrichten. Genauso hat sich die Funktion eines Diplomaten verändert. „Werde keine Exzellenz“, lautet die Empfehlung des Ministers und merkt an, dass die Flexibilität viel größer sein muss als in der Vergangenheit.

Diese Flexibilität mussten die Diplomatinnen und Diplomaten auch im Corona-Management beweisen. So wurde zu Beginn der Krise im Schichtbetrieb gearbeitet, um Österreicherinnen und Österreicher, die im Ausland festsaßen sicher und schnell nachhause zu bringen.

Zusammengefasst haben wir einen sehr sympathischen Außenminister kennen lernen dürfen, der in einem freundschaftlichen Gespräch mit einem langjährigen Weggefährten spannende Einblicke aus seinem Amt geliefert hat.

Das Gespräch zum Nachschauen

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