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Europatag 2021 - Die Zukunft Europas mitgestalten

Europa mitgestalten und weiter verbessern, das ist unser Selbstverständnis. Wissenswertes rund um Europa präsentieren wir hier anlässlich des Europatages am 9. Mai.

 

Bettina Rausch zum Europatag

Bettina Rausch, Präsidentin der Politischen Akademie der Volkspartei, über den Europatag


Angebote der Politischen Akademie rund um das Thema Europa

Aktuelle Veranstaltungen


Bildungsraum online

Als Bildungseinrichtung der Volkspartei geben wir in einem aktuellen Infomodul einen Überblick über "Argumente für Europa".  Weitere Wissenshäppchen anhand von Erklärvideos zu den verschiedenen Themen sind zusätzlich in Skripten nachzulesen oder können in gamifizierten Quizzen spielerisch gelernt werden.

Zum Bildungsraum online


Podcast "Grundsatz"

Die Großfamilie Europa auf der Suche nach ihrer Zukunft

Europa, manchmal eine streitende Großfamilie? In unserem Podcast zu Europa im Mai 2019 konnten Bettina Rausch und Thomas Ratka diesem Bild auch einiges abgewinnen. Auch heute noch hat diese Podcast-Folge große Aktualität. Der Diskurs im EU-Parlament, oft hitzig und emotional, sei durchaus positiv zu sehen, darin waren sich die Präsidentin der Politischen Akademie der Volkspartei und der Leiter des Departments für Rechtswissenschaften und internationale Beziehungen an der Donauuniversität Krems damals schon einig. Man müsse in dieser Schicksalsgemeinschaft, wie auch in einer Familie, gemeinsam eine neue Orientierung und die eigene Rolle in der Welt finden, meinte Rausch. Für sie ist - bei aller Kritik an langsamen Einingungsprozessen in der EU - wichtig, das große Asset der EU, Auseinandersetzungen (nur) mit Worten zu führen, am Weg in die Zukunft weiter zu kultivieren. Ratka glaubt an die Möglichkeit, eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen, und analysiert, dass sich gerade das Narrativ der EU verändert – junge Menschen bräuchten heute eine neue Erzählung von Europa.

In jeder Episode des Podcasts bietet Bettina Rausch auch einen Einblick in die tägliche Arbeit der Politischen Akademie, in der damaligen Folge erzählte sie von ihren Reisen auf den Westbalkan. Nach Serbien besuchte sie auch Nordmazedonien, um sich in Skopje gemeinsam mit österreichischen Bürgermeistern ein eigenes Bild der Situation zu machen. Ihre Conclusio: Man sei sich sehr nahe und doch fern, der Weg nach Europa wird wohl noch ein langer sein.


Europa und die Europäische Union

Was wird am Europatag gefeiert?

"Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen.
 Sie wurde eine Hoffnung für viele.
 Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle."

- Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

Von der Schuman-Erklärung 1950 ...
Der 9. Mai als Europatag geht zurück auf das Jahr 1950. Der damalige französische Außenminister Robert Schuman hielt an diesem Tag in Paris vor Medienvertreterinnen und -vertretern eine Rede, die später unter dem Namen „Schuman-Erklärung“ in die Geschichte eingehen sollte. Seine Idee sah vor, die deutsch-französische Kohle- und Stahl-Produktion zu vergemeinschaften und einer Hohen Behörde zu unterstellen, die längerfristig auch anderen Staaten offenstehen sollte.

Zu verstehen ist dieser Plan einerseits vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Kalten Krieges, der vor allem der französischen Politik die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit Westdeutschland klar machte. Andererseits erklärt sich diese Idee vor allem aus der persönlichen Lebensgeschichte des gebürtigen Luxemburgers Robert Schuman, der das Kind einer Grenzregion war und aufgrund der wechselhaften Geschichte dieser Region auch die deutsche und später französische Staatsbürgerschaft besaß. Die Schrecken zweier Weltkriege und das Erleben von persönlicher politischer Verfolgung – nicht zuletzt aufgrund seines christlich-katholischen Weltbildes – hatten ihn stark geprägt und zum Pionier und unermüdlichen Unterstützer einer europäischen Einigungsidee gemacht, was ihm den Beinamen „Vater Europas“ einbrachte.

... zum Europatag heute
Seit 1985 wird der 9. Mai als Europatag begangen. Auch im Programm der Politische Akademie nimmt der europäische Gedanke durch unsere internationale Vernetzung breiten Raum ein: Die Ausbildungsreihe „How Europe Works“ gemeinsam mit dem Robert Schuman-Institut beispielsweise ist jährlich fixer Bestandteil unseres Ausbildungsprogramms, ebenso die Kooperationen mit dem Wilfried Martens Centre for European Studies. Außerdem ist die Politische Akademie aktiver Partner des European Network of Political Foundations.


Symbole der Europäischen Union

Europatag
Im Jahr 1985 haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union beschlossen, den 9. Mai als „Europatag“ zu begehen und das europäische Friedens- und Einigungswerk an diesem Tag europaweit zu feiern.
Mehr Infos über den Europatag.

Hymne
Ludwig van Beethoven komponierte 1823 die Neunte Symphonie, die Vertonung der 1785 von Friedrich Schiller verfassten "Ode an die Freude". Diese in Baden und Wien entstandene Melodie ist seit 1986 die offizielle Hymne der Europäischen Union.
Hymne anhören.

Flagge
Die europäische Flagge zeigt einen Kreis aus zwölf goldenen Sternen auf blauem Hintergrund. Der Kreis der zwölf Sterne steht für die Werte Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas. Dabei ist die Zahl Zwölf rein symbolisch für Vollkommenheit, Vollständigkeit und Einheit, ohne Bezug zur vergangenen oder aktuellen Anzahl von EU-Mitgliedsstaaten.
Mehr Infos zur Flagge gibt es hier.

Motto
"In Vielfalt geeint"  (lat.: „In varietate concordia“) - Der Leitspruch bringt zum Ausdruck, dass sich die Europäerinnen und Europäer in der EU zusammengeschlossen haben, um sich gemeinsam für Frieden und Wohlstand einzusetzen, und, dass die vielen verschiedenen Kulturen, Traditionen und Sprachen in Europa den gesamten Kontinent bereichern.
Hier gibt es das Motto in allen Landessprachen.


Weiterführende Tipps und Informationen rund um den Europatag

Konferenz zur Zukunft Europas

Das große Forum zur Weiterentwicklung der Europäischen Union

Die Konferenz zur Zukunft Europas bietet ein neues öffentliches Forum für eine großflächige Bürgerdebatte über zentrale Prioritäten und künftige Herausforderungen der Europäischen Union. Im Rahmen dieser Konferenz können Bürgerinnen und Bürgern Ideen einbringen, diese diskutieren und so die Zukunft Europas direkt mitgestalten. Organisationen und Freiwillige haben außerdem die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen zu organisieren und so weitere Gruppen in diesen großen demokratischen Prozess der Europäischen Union einzubinden.

Hier können Sie Ideen einbringen und Details zur Konferenz zur Zukunft Europas erfahren.

Auch als Politische Akademie wollen wir Österreicherinnen und Österreicher auf die Konferenz aufmerksam machen und ihnen die Teilnahme am Bürgerbeteiligungsprozess erleichtern. Dazu wird die Akademie in den kommenden Monaten zahlreiche Veranstaltungen und Workshops anbieten. Der erste Workshop zur Konferenz wird am 24. Juni von 15:00-16:30 Uhr stattfinden. Wenn Sie über kommende Aktivitäten der Politischen Akademie zur Konferenz zur Zukunft Europas auf dem Laufenden gehalten werden wollen, melden Sie sich bitte unter felix.ofner@politische-akademie.at

Hier finden Sie die Anmeldung für den Workshop am 24. Juni.


Bundesratspräsident Buchmann lädt zum Jugend-Videobewerb "Zukunft.Jugend.Europa"

Was sind die Wünsche, Ideen und auch Sorgen der Jugend in Bezug auf die Zukunft Europas? Bundesratspräsident Christian Buchmann initiiert für die Antworten auf diese Fragen in Kooperation mit der Bundesjugendvertretung einen Videobewerb für Jugendliche.

Unter dem Titel „Zukunft.Jugend.Europa“ findet Ende Mai eine Veranstaltung im Parlament mit Jugendlichen aus den neun Bundesländern, einem Vertreter der EU-Kommission, Bundesministerin Karoline Edtstadler und Mitgliedern des Bundesrates statt. Der Veranstaltung geht ein digitaler Videobewerb voraus. Im Rahmen des Crowdsourcing-Projekts können Jugendliche Videostatements hochladen, in denen sie ihre Ideen, Wünsche und Sorgen zur Zukunft Europas teilen. Die eingereichten Video-Beiträge können auf der Website diskutiert und geliked werden. Die Autorinnen und Autoren der besten Beiträge aus je einem Bundesland werden dann zur Veranstaltung ins Parlament eingeladen, in der sie über die Zukunft Europas diskutieren können.

Das Instituts der Regionen Europas (IRE), ein Partnerinstitut der Politischen Akademie unterstützt die Aktion. Das IRE wird Videodiskussionen mit Jugendlichen durchführen, deren Ergebnisse dem Bundesrat gerne zur Verfügung gestellt werden. Das IRE hofft, dass gerade von Seiten Österreichs, als einem föderalistischen EU-Mitgliedsstaat, die Stärkung der Regionen und Kommunen und des Subsidiaritätsprinzips in der EU als ein besonderes Anliegen für die Zukunft Europas eingebracht wird, so der IRE-Vorsitzende Franz Schausberger.
Alle Infos auf der Plattform


Buchtipp: Gerda Schnetzer-Sutterlüty "Briefe an Angelika Kauffmann. Zeilen in die europäische Vergangenheit"

"Stellen Sie sich vor, Sie finden im Nachlass eines Verwandten einen Brief – adressiert an einen gewissen Vetter Johann Joseph in Schwarzenberg, verfasst vor 218 Jahren von der berühmten Malerin Angelika Kauffmann aus Rom." Mit diesen Worten hat die Herausgeberin, EU-Gemeinderätin und Vorstandsmitglied im Angelika-Kauffmann-Förderverein Gerda Schnetzer-Sutterlüty zu einem spannenden Experiment eingeladen. Briefschreiberinnen und Briefschreiber, wie man sie sich in Herkunft und Biografie nicht vielseitiger vorstellen könnte, haben die Einladung angenommen und Angelika Kauffmann in die Vergangenheit zurückgeschrieben. Sie nehmen uns mit in ihre Gedankenwelt und schreiben darüber, was sich in der Zeit verändert hat und um was sie Angelika Kauffmann und ihren Freundeskreis beneiden. Die Herausgeberin wiederum hat die Briefe mit Erläuterungen zur "Jetzt-Zeit" ergänzt und den Bogen in das heutige, geeinte, prosperierende, friedliche und scheinbar grenzenlose Europa gespannt.
Alle Infos hier.

Veranstaltungstipp des Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES)

05.05.2021 | AIES-Talk "Was bringt die Konferenz zur Zukunft Europas?"
AIES Präsident Dr. Werner Fasslabend lädt Univ.-Prof. Dr. Ulrike Guérot, Professorin für Europapolitik und Demokratie Forschung, zum Gespräch über die Konferenz zur Zukunft Europas.
Infos + Anmeldung


Weiterführende Links

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