Themen-ImageDas Verbindende über das Trennende stellen - neues Buch "Bürgergesellschaft heute"

Das Verbindende über das Trennende stellen - neues Buch "Bürgergesellschaft heute"

"Bürgergesellschaft heute"
Der Mensch ist ein soziales und politisches Wesen und kann sich nur in Gemeinschaft entfalten. Demokratie lebt also – neben der Gewaltentrennung und einer funktionierenden Rechtsstaatlichkeit – auch von aktiven Bürgerinnen und Bürgern. Wie vielfältig und heterogen das Konzept der Bürgergesellschaft in Theorie und Praxis ist, zeigt dieses Buch. Unter Bürgergesellschaft verstehen wir eine Gemeinschaft freier und verantwortlicher Menschen, die solidarisch und subsidiär auf allen Ebenen miteinander leben. In einer solchen Demokratie fühlen sich Individuen verantwortlich, Probleme zu erkennen und an deren Lösung aktiv mitzuarbeiten. Im vorliegenden Sammelband haben wir hochkarätige Wissenschaftler, Publizisten und Praktiker gebeten, sich grundlegende Gedanken über die Möglichkeiten der Bürgergesellschaft im 21. Jahrhundert zu machen. Theoretische, historische und ideengeschichtliche Beiträge finden sich hier ebenso wie Fallbeispiele aus der Praxis. Die Vielfalt und der Meinungspluralismus der Beiträge zeigt eindrucksvoll, wie die permanente Mitsprache der (kritischen) Öffentlichkeit die Politik bereichern und ergänzen kann. 

Erstpräsentation am Campus der Politischen Akademie

Am Dienstag, den 9. November stellte die Politische gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, ihr neues Buch „Bürgergesellschaft heute“ in der voll besetzten Alois Mock Aula vor. Nach einem Einstiegsimpuls des jungen Historikers und Preisträgers für verständliche Wissenschaft, Benjamin Hasselhorn vom Institut für Geschichte der Universität Würzburg, fand eine Podiumsdiskussion, moderiert von Kurier-Journalist Rudolf Mitlöhner, statt. Es diskutierten Benjamin Hasselhorn, Bürgergesellschaftsikone und Präsidentin von Kolping Österreich Christine Leopold, der Arbeits- und Sozialrechts-Professor, Leiter des Instituts für Familienforschung und Herausgeber des Buches, Wolfgang Mazal und Bettina Rausch, Präsidentin der Politische Akademie und Herausgeberin des Buches.

Sie können die gesamte Veranstaltung in den Videos unten nachsehen, hier die wichtigsten Punkte in der Übersicht:

  • Bürgerinnen und Bürger begreifen sich in einer Bürgergesellschaft als eigenverantwortliche und aktive Teile des Staates und stehen nicht in Opposition zu diesem. Im Gegenzug werden Bürgerinnen und Bürger vom Staat nicht bevormundet.
  • Um der Polarisierung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, ist es notwendig, sich in die Schuhe des jeweils anderen zu versetzen.. So stellt man das Verbindende über das Trennende und kann im Dialog bleiben.
  • Die Familie ist die Keimzelle und der primäre Lernort einer Bürgergesellschaft. Dort lernt man verbindliches Handeln und das Übernehmen von Verantwortung.
  • Zivilgesellschaft ist ein sehr breiter Begriff, unter dem bislang viele verschiedenen Bedeutungen subsumiert wurden. Der Begriff Bürgergesellschaft steht klar für ein mit dem Staat kooperatives Selbstverständnis und für das Übernehmen von Verantwortung in der Gesellschaft.

Die Veranstaltung zum Nachschauen
Teil 1

Teil 2

 

Mit dem neuen Buch auf der Buch Wien

Das neue Buch „Bürgergesellschaft heute“ spielte auch eine große Rolle auf der größten Buchmesse Österreichs, der „Buch Wien“. Gemeinsam mit der Julius Raab Stiftung und dem Multilateralen Dialog der Konrad Adenauer Stiftung in Wien präsentierten dort wir heuer erstmals unser Buchsortiment auf einem Stand und bei mehreren Veranstaltungen während der Messe:

Diskussion "Anspruchsgesellschaft vs Bürgergesellschaft"
Moderiert von Ö1-Journalist Martin Haidinger diskutierten die beiden Herausgeber unseres Buches „Bürgergesellschaft heute“ Bettina Rausch und Wolfgang Mazal gemeinsam mit Co-Autor, Historiker und Kulturwissenschaftler Till Kinzel. Es ging um die Rolle aktiver Menschen in unserer Bürgergesellschaft und um die Probleme des Begriffs Zivilgesellschaft. Sehen Sie hier die ganze Diskussion:

Diskussion "Was heißt hier bürgerlich?"
Unsere Partner auf der Buch Wien, die Julius Raab Stiftung und Konrad Adenauer Stiftung organisierten eine Diskussion zum Thema „Was heißt hier bürgerlich?“. Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und ehemalige Bundestagsabgeordnete (CDU), Markus Gull, der „Story Dude“, der Menschen, Teams und Unternehmen dabei unterstützt, ihre innere Story zu entzünden sowie Bettina Rausch, Präsidentin der Politischen Akademie diskutierten über die Bedeutung des lebendigen Begriffs „bürgerlich". Hier sehen Sie die Diskussion:

Außerdem: Das Jahrbuch für Politik auf der Buch Wien
Gemeinsam mit Eva Zeglovits, Politikwissenschaftlerin und Geschäftsführerin von IFES stellte Akademie-Präsidentin Bettina Rausch unser Jahrbuch für Politik auf der Buch Wien vor. Sie können auch dieses Gespräch nachsehen:

"Bürgergesellschaft heute" lesen

"Bürgergesellschaft heute"
Mit Beiträgen von Ulrike Ackermann, Elisabeth Anselm, Alexander Bogner, Michael Borchard, Ernst Bruckmüller, Johannes Domsich, Benjamin Hasselhorn, Andreas Janko, Julia Juen, Peter Kampits, Till Kinzel, Martina Kronthaler, Karl Langer, Christine Leopold, Günther Lutschinger, Elisabeth Mayerhofer, Wolfgang Mazal, Christian Moser-Sollmann, Werner J. Patzelt, Manfred Prisching, Bettina Rausch, Justus Reichl, Verena Ringler, Christoph Robinson, Magdalena J. Schneider, Simon Varga und Ruth Williams.
ISBN: 978-3-9504382-8-4
Autor: Wofgang Mazal/Bettina Rausch (Hg.)
Edition: Eine Publikation der Politischen Akademie, 2021
Verlag: edition noir
€ 24

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