Themen-ImageBrüssel-Gespräch: Abwanderung stoppen, Regionen zukunftsfit machen

Brüssel-Gespräch: Abwanderung stoppen, Regionen zukunftsfit machen

Bei der Veranstaltungsreihe „Für uns in Brüssel. Mit uns im Gespräch.“ blicken wir gemeinsam mit unseren Vertreterinnen und Vertretern hinter die Kulissen der politischen Arbeit auf EU-Ebene. Nach drei Terminen mit MEP Angelika Winzig, MEP Barbara Thaler, MEP Lukas Mandl, MEP Othmar Karas, MEP Alexander Bernhuber und Patrick Voller von der EVP, folgte am 21. April das abschließende Gespräch der Reihe. MEP Simone Schmiedtbauer und MEP Christian Sagartz diskutierten über die Regionalität, Landwirtschaft und selbstverständlich auch über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf diese Bereiche.

Nach den einleitenden Worten der Direktorin der Politischen Akademie Elisabeth Mayerhofer und Gavin Synnott vom Wilfried Martens Centres ging es in die Diskussion. Moderatorin des Abends und Obfrau der Österreichischen Jungbauern Nationalratsabgeordnete Carina Reiter fragte die beiden Gäste gleich zu Beginn nach der Relevanz der Regionen in ihrer Arbeit und der Europäischen Union. Als ehemalige Bürgermeisterin verwies Europaabgeordnete Simone Schmiedtbauer auf die große Herausforderung der Zukunft, die Abwanderung aus den Regionen zu stoppen und diese zukunftsfit zu machen. Von Seiten der EU müsse man mit Investitionen Geld in die Gemeinden bringen und die Zugänglichkeit der Förderungen durch einen Bürokratieabbau erleichtern. Auch Christian Sagartz, Landesparteiobmann im Burgenland und ehemaliger Vizebürgermeister, betonte die Wichtigkeit der Regionen. Er erinnerte auch daran, dass sowohl Schmiedtbauers Heimat die Steiermark als auch das Burgenland wirtschaftlich stark direkt und indirekt von der Europäischen Union profitiert haben, nehmen die Menschen die EU aber meist nur als Problemverursacher wahr.

Sagartz schlug so gleich auch die Brücke zur Weiterentwicklung der Europäischen Union, die durch den Krieg in der Ukraine einen großen Schub erfahren habe. Die EU sei so geeint, wie noch nie zuvor. Dadurch würde klar, dass das kleine Österreich alleine nicht viel ausrichten könne, die EU mit 450 Millionen Einwohnern allerdings sehr wohl. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg kam die Sprache auch auf das Thema Energieversorgung. Schmiedtbauer hob hervor, dass Biomasse hier noch viel Potenzial bieten würde, um den Energiemix Österreichs unabhängiger zu gestalten.

Im Gesprächsverlauf widmete sich das Podium unter anderem auch Fragen zur Subsidiarität, Sicherheitspolitik und dem Arbeitsmodus des Europäischen Parlaments. Das ganze Gespräch können Sie hier nachsehen:

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