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Präsentiert: Jahrbuch für Politik 2017

Seit 41 Jahren versorgt das „Österreichische Jahrbuch für Politik“ Meinungsbildner, Profis, Beobachter der politischen Szene, Journalisten und alle an der Politik Interessierten mit Informationen über das politische Geschehen in Österreich und der Welt. Nun wurde die Ausgabe 2017 auf der Politischen Akademie präsentiert.

Im Anschluss an die Präsentation haben Politische-Akademie-Präsidentin Bettina Rausch, Motivforscherin Sophie Karmasin und die Politikberater Daniel Kapp und Lothar Lockl unter der Moderation von Julia Ortner zum Thema „Populismus in Österreich in Politik und Medien“ diskutiert.

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Andreas Khol hat im Namen der Herausgeber (neben Khol Dietmar Halper, Stefan Karner und Günther Ofner) die Vorhersagekraft früherer Jahrbücher betont: „Das vorliegende Jahrbuch für Politik 2017 kreist um die Neue Republik. Wir haben sie seit den Nationalratswahlen 2013 vorausgesagt: Im Jahrbuch 2013 die Wahrscheinlichkeit des Endes der MIGROKO (Mittelgroße Koalition) bei den nächsten Wahlen; im Jahrbuch 2014 den verstärkten Trend dazu; im Jahrbuch 2015 den (letzten) schwachen Versuch, das Scheitern der zur Streitkoalition geworden Regierung aufzuhalten und im Jahrbuch 2016 den endgültigen Bruch, die vorgezogenen Wahlen und das Ende des Systems der zur MIGROKO verkümmerten einstmaligen Großen Koalition. Was wir in den letzten vier Jahren herankommen sahen, dokumentieren und kommentieren wir nun als Fakten des Jahres 2017.“

Die neue Präsidentin der Politischen Akademie, Bettina Rausch, würdigt alle an der Entstehung des Jahrbuchs Beteiligten: „An der Politischen Akademie pflegen wir die Werte und Wurzeln der neuen Volkspartei und richten gleichzeitig den Blick in die Zukunft. Wichtige Grundlage dafür ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem aktuellen politischen Geschehen. Mit dem ‚Österreichischen Jahrbuch für Politik‘ leisten wir dazu jedes Jahr unseren Beitrag. Mein Dank gilt daher den Herausgebern und allen Autorinnen und Autoren für ihre wertvolle und weithin geschätzte Arbeit.“

Der Inhalt im Überblick

In ihrem Leitartikel im Jahrgangsband 2016 äußerten die Herausgeber Zweifel, ob die Regierung bis Herbst 2018 Bestand haben wird. Die Entwicklung ist allgemein bekannt …

Im Leitartikel des aktuellen Jahrbuches skizzieren die Herausgeber die „Scheidung auf Raten“ der Regierungsparteien und die möglichen Auswirkungen auf die Parteien und das politische System Österreichs.

Daher steht auch die Nationalratswahl vom 15. Oktober 2017 im Zentrum des Jahrgangsbandes. Fritz Plasser und Franz Sommer analysieren in gewohnt objektiver Prägnanz den Wahlausgang.
In der Folge beschäftigen sich Experten von unterschiedlichen Blickwinkeln aus mit der Ausgangslage, dem Wahlkampf und dem Ergebnis. Stellvertretend seien genannt: Karl Jurka mit ausländischen Reaktionen; Lothar Lockl, der sich mit der Rolle der TV-Konfrontationen widmet; Lukas Holter zeichnet den Nationalratswahlkampf auf Social Media nach; Andreas Khol zeigt, dass Wahlkampf auch etwas mit Handwerk zu tun hat und welche Fehler von SPÖ und Grünen gemacht wurden. Sophie Karmasin analysiert die aktuelle Wahlforschung unter einem kritischen Methodenblick und empfiehlt neue aussagekräftigere Methoden. Stefan Steiner wirft einen Blick von Innen auf die Ausgangslage, Strategie und Kampagne von Sebastian Kurz und der neuen Volkspartei.

Namhafte Journalisten dieses Landes wurden gebeten, eine erste Bewertung des Regierungsprogrammes der Regierung Kurz-Strache vorzunehmen. Das Koalitionsabkommen von FPÖ und ÖVP befasst sich sehr umfassend mit den Themen Verwaltungsreform, Bürokratieabbau und Verfahrensbeschleunigung. Günther Ofner befasst sich mit den Notwendigkeiten, aber auch den Schwierigkeiten, die mit dem Ziel einer „smarteren Regulierung“ verbunden sind.

Die Zeitgeschichte kommt auch in diesem Band nicht zu kurz: Stefan Karner, der das erste österreichische Haus der Geschichte in Niederösterreich wesentlich konzipiert hat, zeigt, wie die Geschichte Österreichs mit den Entwicklungen in Zentraleuropa vernetzt ist. Martin Eichtinger zeichnet in seinem Nachruf auf Alois Mock das Bild eines visionären Politikers, der Österreichs Geschichte prägte.

© Politische Akademie 2017