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Glückshormone im Homeoffice

Die Vorteile des Homeoffice liegen auf der Hand: Dazu gehören eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung ebenso, wie Erleichterungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Corona-Pandemie hat uns neben den Vorteilen des Homeoffice auch seine Grenzen aufgezeigt.

Die Direktorin der Politischen Akademie, Elisabeth Mayerhofer, diskutierte am Donnerstag mit dem Professor, Arbeitspsychologen und Facharzt für Neurologie, Doktor Wolfang Lalouschek darüber, wie wir persönlich mit schwierigen Situationen im Homeoffice umgehen können und wie wir von den positiven Entwicklungen profitieren können.

Die gesamte Diskussion können Sie im Video unten nachschauen. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Aussagen der Veranstaltung

  • DOPAMIN BITTE: Wer am Ende seines Arbeitstages sagen kann, wofür die eigene Energie verwendet wurde, verspürt ein Gefühl der Zufriedenheit. Das liegt daran, dass wir dann das Glückshormon Dopamin ausschütten. Multi-Tasking oder das Fehlen von Übergängen zwischen Arbeits- und Freizeit können diese Ausschüttungen behindern. Das kann zu Erschöpfungsgefühlen führen.
  • FOKUS: Multi-Tasking ist eine Illusion. Der Mensch kann sich immer nur auf eine Tätigkeit konzentrieren. Multi-Tasking bedeutet nur, dass das Gehirn sehr schnell zwischen Aufgaben wechselt.  Das kostet sehr viel Energie und führt dazu, dass Konzentration und Denkvermögen nachlassen. Am effizientesten und besten arbeiten wir, wenn wir uns für einen längeren Zeitraum wirklich nur auf eine Sache konzentrieren.
  • ÜBERGANGSRITUALE: Arbeit und Freizeit zu trennen, fällt gerade im Homeoffice schwer. Natürliche Übergangsrituale wie der Weg zum bzw. vom Arbeitsplatz fallen weg. Das können neue Rituale und Routinen ausgleichen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Spazierengehen, Tee trinken, Meditation, Musik hören oder einfach nur den Schreibtisch-Stuhl unter den Schreibtisch schieben – alles ist möglich, Hauptsache regelmäßig. 
  • WENIGER IST MEHR: Kommunikation ist gut – mehr Kommunikation ist nicht immer besser. Dauer-Erreichbarkeit und das noch dazu auf unterschiedlichsten Kanälen lenkt uns eher ab, als dass sie uns tatsächlich effizienter macht. Prof. Lalouschek schlägt daher vor, zu bestimmten Zeiten nicht erreichbar zu sein und das auch transparent zu machen. Damit könne man sich wirklich auf die anstehende Aufgabe konzentrieren und diese effizient zu Ende bringen.

Das Corona-Gespräch zum Nachschauen

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