Aufgeblättert: Frauen in der Diplomatie

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Politische Akademie / Wöckinger

Lange Zeit war Diplomatie eine Männerdomäne und Frauen dort eher selten gesehen. Heute ist das – zumindest in Österreich – anders. Von sieben Sektionen im Außenministerium werden vier von Frauen geleitet und auch das Kabinett des Bundesministers selbst wird von einer Frau geführt. Die erste österreichische Außenministerin ließ trotzdem einige Zeit auf sich warten. Erst im Jahr 2000 war es so weit und Benita Ferrero-Waldner übernahm die Leitung des prestigeträchtigen Hauses.

In ihrem Buch „Benita: Wo ein Wille, da ein Weg. Erfahrungen einer Europäerin und Kosmopolitin“ beschreibt Benita Ferrero-Waldner ihren Lebensweg über verschiedene diplomatische Spitzenpositionen. Als EU-Kommissarin für Außenbeziehungen, UNO-Protokollchefin und Bewerberin um den UNESCO-Chefposten führte sie ihre diplomatische Karriere auf die höchsten Ebenen der Diplomatie.

Als Herausgeberin des Buches „Female Diplomacy – Frauen in der Außenpolitik“ hat Elisabeth Motschmann einen wichtigen Beitrag zur Beleuchtung des Themas geschaffen. Für dieses Buch konnte die ehemalige Abgeordnete zum deutschen Bundestag engagierte Frauen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien, die sich allesamt intensiv mit Außenpolitik beschäftigen, gewinnen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung der „Aufgeblättert“-Reihe nimmt die Politische Akademie die beiden beschriebenen Bücher als Aufhänger, das Thema „Frauen in der Diplomatie“ zu beleuchten. Benita Ferrero-Waldner und Elisabeth Motschmann werden dabei ihre beiden Bücher vorstellen und gemeinsam mit Martina Schubert, stellvertretende Direktorin der Diplomatischen Akademie, und Michaela Pacher, Erstzugeteilte an der Österreichischen Botschaft in Warschau, über Frauen in der Außenpolitik sprechen. Herausforderungen und Chancen für Frauen im Dienst der Diplomatie sollen dabei ebenso Thema sein wie die grundsätzliche Arbeit im diplomatischen Dienst. Moderiert wird die Veranstaltung von der langjährigen USA-Korrespondentin des ORF Hannelore Veit.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wilfried Martens Centre for European Studies und der Diplomatischen Akademie statt.

Die Konferenz wird vom Europäischen Parlament finanziell unterstützt. Die alleinige Haftung liegt beim Organisator, das Europäische Parlament ist nicht für die Veranstaltung verantwortlich.

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